Architektur Klassizismus: 2 große Zeichnungen Villen um 1835, Fortunato Lodi (1805-1882):
Zwei schöne, meisterhafte Architekturzeichnungen von großen Villen (oben Frontal- und Seitenansicht und unten Grundrisse), jeweils signiert "Lodi". O.O. und o.J. (wohl Italien um 1835). Zwei teilkolorierte Federzeichnungen auf kräftigem Papier; Format (Blatt) 40,2 x 34,2 cm. -- Zustand: Papier leicht fleckig, eine Blatt mit marginalem Defekt; sehr schöner Zustand. Fortunato Lodi (geb. 1805 in Bologna, gest. 1882), zwischen 1841 und 1846 in Portugal tätig, schuf 1842 bis 1846 das Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon im klassizistischen Stil, ab 1856 das Rathaus von Bergamo sowie mehrere Bauten in kleineren italienischen Städten. Außerdem war er Professor an der Accademia Carrara (Akademie der schönen Künste) und der Hochschule für Architektur in Bologna.
Bestellnummer: 22586 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Diorama. - Korkbilder. - Illusion. - Eisenbahn:
Großes Landschafts-Korkbild mit Eisenbahn. Undatiert, um 1860. Korkbild in verglastem Schaukasten mit goldfarbenem Rahmen. Format ca. 47,5x71,5 cm. Tiefe ca. 5,5 cm. Dekoratives Korkbild einer Phantasielandschaft in Frontalansicht, mit Kirchen, Wohnhäusern, Manufakturen, Schornsteinen und einer Mühle, im oberen Bereich schlängelt sich eine Lokomotive über eine Holzbrücke. Im rechten Eck eine Burg, bzw. mitetlalterliche Festungsanlage. Aus den Schloten der Schornsteine (auch der Lok) mit Watte nachgeahmte Rauchschwaden. Auf geweißtem Hintergrund, unten eine mit Stanniolpapier ausgelegte Fläche, die einen Fluß darstellen soll, über den 2 Brücken führen. Auch die Fenster der Häuser wurden mit Stanniol ausgelegt, so daß bei Lichteinfall das Bild spannend glitzert. Ein aufwendig und gekonnt gestaltetes Diorama in hinreißender Feinstschnitzereien, vielleicht einer osteuropäischen Landschaft.
Bestellnummer: 18647 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Flamenco-Tanz / Tänzerin Pepita de Oliva: Große kol. Lithographie 1853 "El Olé:
"El Olé. Pepita de Oliva." (Mit faksimilierter Signatur.) Großformatige kolorierte Lithographie der populären spanischen Tänzerin Pepita de Oliva (1830-1871), die u.a. in Berlin, Wien und München Erfolge feierte. Gezeichnet und lithographiert von Gustav Bartsch (1821-1896). Leipzig, Louis Rocca o.J. / Berlin, Kunstverlag F. Sala & Co. (1853). Großformatige kolorierte Lithographie (43,3 x 29 cm; Bildbereich 36,5 x 26 cm). Auf Papier aufgezogen, hinter Passepartout (49,5 x 40 cm). Mit montiertem zeitgenössischem Artikel über Pepita de Oliva aus einer Wiener Zeitschrift. -- Zustand: Papier fleckig (an den Rändern stockfleckig) und etwas wellig. Mit folgenden Angaben: G. Bartsch fecit. 1853 // Gez. U. lith. V. Bartsch // Druck v. J. Hesse in Berlin // Leipzig, Verlag u. Eigenthum v. L. Rocca // Berlin, F. Sala & Co. -- Pepita de Oliva (* 1830 in Málaga; gest. 1. März 1871 in Turin) war eine spanische Tänzerin. Pepita de Oliva ("Olivenkern") war ihr Spitzname, der Künstlername Josefa de la Oliva. Das Textilmuster Pepita wurde nach ihr benannt. Leben: Pepita de Oliva wurde 1830 in Malaga als Josefa Durán y Ortega geboren. 1849 schickte ihre Mutter sie nach Madrid, wo sich die junge Josefa zur Tänzerin ausbilden ließ. Dort heiratete sie 1851 Juan de Oliva. Sie wurde Mitglied des Ballettchors von Madrid, kam 1852 nach Deutschland und trat zuerst in Stuttgart mit Erfolg auf. Von Leipzig aus, wo sie ebenfalls Beifall erntete, gründete sich ihr Ruf, welcher durch ihr Auftreten in Berlin 1853 verfestigt und erweitert wurde. In der in Berlin erschienenen illustrierten Montagszeitung Berliner Feuerspritze wurde im Artikel "Eine spanische Tänzerin die verführerische Ausstrahlung der Tänzerin" satirisch gewürdigt (Abdruck im Kladderadatsch vom 27. März 1853: "Sie tanzte mit Castagnetten, denn Klappern gehört zum Handwerk, aber sie warnt nicht wie die Klapperschlange mit diesem Instrument, sondern sie zieht die armen Vögel, die durch ihre Blicke schon halb berückt sind, damit vollends in ihre Umschlingungen.") Während ihrer Berliner Zeit bewohnte sie ein Schlösschen am nördlichen Ende der Streitstraße, an der heutigen Hakenfelder Straße in Berlin-Hakenfelde (das spätere Restaurant "Waldschlösschen?", auch "Pepitas Ruh" genannt). Sie tanzte seit dieser Zeit auf allen großen Bühnen Deutschlands sowie der Nachbarländer und war aufgrund ihres charakteristischen Tanzes und ihrer Persönlichkeit ausgesprochen erfolgreich. Sie ging dann nach München und trat hier im Februar 1856 zum ersten Male als Fenella in Daniel-François-Esprit Aubers La muette de Portici auf. Pepita de Oliva starb 1871 in Turin kurz nach der Geburt ihres siebten Kindes. Nach Pepita de Oliva wurde das Textilmuster Pepita benannt. In der Nähe von ihrem früheren Wohnort, an der Mertens- und Goltzstraße im Bezirk Spandau, trägt ein größerer Mietwohnungsbaukomplex mit 1024 Wohneinheiten den Namen Pepitahöfe. Die Stichstraße in dem Neubaugebiet trägt seit dem 1. Mai 2018 den Namen Pepitapromenade. Musikalisch wurde sie 1853 von Johann Strauß mit seiner Komposition Pepita-Polka gewürdigt. Diverse Lithografien bezeugen die Anmut der Tänzerin, z.?B. von Paul Bürde im Jahr 1854. Adolph von Menzel porträtierte sie mit einer Pastellzeichnung (Original in der Eremitage in St. Petersburg). (Quelle: wikipedia.)
Bestellnummer: 22771 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Gemälde. - Marinemalerei. - Ostfriesland. - Emden. - Pawlowski, Antoni:
Leuchtturm Emden Westmole (Emden II) mit Blick aufs offene Meer. 1906. Original-Ölgemälde auf Leinwand in goldfarbenem Holzrahmen. Bildgröße ca. 58,5x72 cm, Rahmengröße ca. 76x88,5 cm. Stimmungsvolle Ansicht des 1899 erbauten Emdener Leuchtturms an der Westmole von Land aufs Meer blickend. In der Abenddämmerung zieht am Horizont ein Dreimaster entlang, kurz hinter dem Leuchtfeuer ein Fischkutter, etwas weiter draußen ein kleiner Dampfer und links davon ein kleiner Dampfschlepper. Vom polnischen Marinemaler Antoni Pawlowski (geb 1875 - gest. um 1906) unten links signiert und datiert: 1906. In einem Prachtrahmen der Zeit, dieser mit vereinzelten Abplatzstellen.
Bestellnummer: 18653 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Gemälde. - Moderne Kunst. - Informel. - Fantastisch-Magische Malerei. - Ehrenfried Viola. - Wols:
Ehrenfried Viola. Fabelwesen. Informel-Malerei. Collage in Mischtechnik. 1963. Öl und Aquarell über Gitternetz, mit eingelegten großen Nägeln auf Holz, gerahmt. Format ca. 42,5x62 cm. Unbetitelt. Reliefartiges Fabelwesen, durchzogen von großen Nägeln, über Gitternetz auf rotem Grund. Ehrenfried Viola (1917 Königshütte - 2009 Berlin) begann in Berlin eine Lehre als Musterzeichner und studierte später bei Franz Lenk und Fritz Burmann an der Hochschule für bildenden Künste. Er war mit dem Informel-Künstler Wols (Wolfgang Schulze) befreundet. Unten rechts signiert und datiert: 5.9.63. "Viola ist unerschöpflich im Erfinden und Verarbeiten immer neuer Zeichengewebe. Er knüpft zeichnend dekorative Strukturen aus Kleinformen, aus Punkten, Kreisen, Wellen, parallelen Linien und Liniengespinsten, aus Würfelmustern, aus geometrischen und organischen Ornamenten. Viola ist in Schlesien geboren, das bedeutet, er hat Mystik schon mit in die Wiege bekommen." Wolfgang Kahlcke, Kat. Ehrenfried Viola.
Bestellnummer: 18639 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Gemälde. - Moderne Kunst. - Informel. - Fantastisch-Magische Malerei. - Ehrenfried Viola. - Wols:
Ehrenfried Viola. Informel-Malerei. Collage aus Stoffresten in Mischtechnik. 1963. Öl und Aquarell über gewebtem Stoff auf Holz, gerahmt. Format ca. 62,5x79 cm. Unbetitelt. Reliefartige Collage aus Stoffresten, als Untergrund diente eine gewebte Stoffbahn, farbintesiv mit Öl und Aquarell übermalt. Ehrenfried Viola (1917 Königshütte - 2009 Berlin) begann in Berlin eine Lehre als Musterzeichner und studierte später bei Franz Lenk und Fritz Burmann an der Hochschule für bildenden Künste. Er war mit dem Informel-Künstler Wols (Wolfgang Schulze) befreundet. Unten rechts signiert und datiert: 63. Viola ist unerschöpflich im Erfinden und Verarbeiten immer neuer Zeichengewebe. Er knüpft zeichnend dekorative Strukturen aus Kleinformen, aus Punkten, Kreisen, Wellen, parallelen Linien und Liniengespinsten, aus Würfelmustern, aus geometrischen und organischen Ornamenten. Viola ist in Schlesien geboren, das bedeutet, er hat Mystik schon mit in die Wiege bekommen." Wolfgang Kahlcke, Kat. Ehrenfried Viola.
Bestellnummer: 18641 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Gemälde. - Moderne Kunst. - Informel. - Fantastisch-Magische Malerei. - Ehrenfried Viola. - Wols:
Ehrenfried Viola. Insel. Informel-Malerei. Collage in Mischtechnik. 1963. Öl und Aquarell über Gitternetz auf Leinwand, gerahmt. Format ca. 62,5x72,5 cm. Unbetitelt. Inselförmige, farbintensive reliefartige Collage, mit Öl und Aquarell teils über Gitternetz. Ehrenfried Viola (1917 Königshütte - 2009 Berlin) begann in Berlin eine Lehre als Musterzeichner und studierte später bei Franz Lenk und Fritz Burmann an der Hochschule für bildenden Künste. Er war mit dem Informel-Künstler Wols (Wolfgang Schulze) befreundet. Unten rechts signiert und datiert: 63. "Viola ist unerschöpflich im Erfinden und Verarbeiten immer neuer Zeichengewebe. Er knüpft zeichnend dekorative Strukturen aus Kleinformen, aus Punkten, Kreisen, Wellen, parallelen Linien und Liniengespinsten, aus Würfelmustern, aus geometrischen und organischen Ornamenten. Viola ist in Schlesien geboren, das bedeutet, er hat Mystik schon mit in die Wiege bekommen." Wolfgang Kahlcke, Kat. Ehrenfried Viola.
Bestellnummer: 18640 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Kupferstich Amsterdam 1677, Anatomie Obduktion, "Zootomia seu anatome hominis:
Titelkupfer zum seltenen Werk "Zootomia seu anatome hominis brutorumque variorum" (Haupttitel "Zootomia seu anatomes variorum animalium pars prima") von Gerardus Leonardus Blasius, erschienen 1677 bei Abraham Wolfgang in Amsterdam. Zu sehen ist eine Leichenschau, im Vordergrund mythologische Gestalten. Amsterdam, Abraham Wolfgang 1677. Kupferstich der Zeit (14,3 x 9,2 cm). Kräftiger, gradiger Abdruck; rückseitig blanko. -- Zustand: Leicht fleckig, Ränder etwas schief beschnitten. Gerardus Leonardus Blasius (auch Gerhard Blasius, * 1625 in Oostvliet bei Cadzand; gest. 1682 in Amsterdam) war ein niederländischer Mediziner und Anatom. Leben: Gerardus Blasius studierte an der Universität Leiden Medizin und wirkte ab etwa 1655 als Arzt in Amsterdam. Ab 1660 war er Professor für Medizin am Athenaeum Illustre Amsterdam. Am 7. August 1682 wurde Gerhard Blasius mit dem akademischen Beinamen Podalirius II. als Mitglied (Matrikel-Nr. 103) in die Leopoldina aufgenommen. (Quelle: wikipedia.)
Bestellnummer: 22613 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Kupferstich asiatischer Elefant 1827 -- aus Schinz' Naturgeschichte:
Kupferstich Elefant -- Tafel 87 aus dem Werk "Naturgeschichte und Abbildungen der Säugethiere" von Heinrich Rudolf Schinz -- "Der asiatische Elephant. Elephas indicus. L'Eléphant des Indes. Nach dem Leben gezeichnet." Im Maßstab 1:15. Zürich, David Bürkli, 2. Auflage 1827. Originaler Kupferstich (23,8 x 33,8 cm). -- Zustand: Papier fleckig und stockfleckig, rückseitig Montagespuren. Heinrich Rudolf Schinz (* 30. März 1777 in Zürich; gest. 8. März 1861 ebenda) war ein Schweizer Zoologe des 19. Jahrhunderts und Verfasser zahlreicher Monografien zu einzelnen Tierarten und der schweizerischen Fauna. -- Leben und Werk: Nachdem Schinz in Zürich das Gymnasium besucht hatte, ging er zum Medizinstudium nach Würzburg und später nach Jena, von wo er 1798 als Arzt nach Zürich zurückkehrte. Dort wurde er 1804 Lehrer am medizinischen Institut und 1833 außerordentlicher Professor für Naturgeschichte an der neu gegründeten Universität Zürich. Im Jahr 1821 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1845 wurde Schinz von Félix Édouard Guérin-Méneville als Mitglied Nummer 300 der Société cuviérienne vorgestellt. Schinz gehörte der Zürcher Naturforschenden Gesellschaft an, für die er als Sekretär, Vorstandsmitglied und Konservator der zoologischen Sammlung tätig war. Als die Sammlung 1837 in den Besitz des Kantons Zürich überging, blieb er deren Konservator. Als Zoologe waren sein Spezialgebiet die Wirbeltiere, speziell die Säugetiere (Mammalogie) und Vögel (Ornithologie), aber er übersetzte auch Georges Cuviers Werk «Le règne animal» ins Deutsche. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch reich illustrierte populärwissenschaftliche Bücher über Wirbeltiere und den Menschen, die zwischen 1824 und 1852 erschienen. Heinrich Rudolf Schinz starb am 8. März 1861 wenige Wochen vor Vollendung seines 84. Lebensjahres in seiner Geburtsstadt Zürich.
Bestellnummer: 23119 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Kupferstich um 1757: Porträt Mainzer Erzbischof Johann Friedrich Karl von Ostein:
Porträt von Johann Friedrich Karl von Ostein (1689-1763), ab 1743 Erzbischof und Kurfürst von Mainz sowie ab 1756 Bischof von Worms. Gestochen vom Leipziger Stecher Johann Christoph Sysang (1703-1757) nach Jakob Samuel Beck (1715-1778). O.O. (Leipzig?) um 1757. Kupferstich (15,5 x 9,5 cm) mit 9zeiliger lateinischer Legende: "Reverendiss[imus] atqve Celsiss[imus] Princeps ac Dominus Dn. Joan. Frid. Carl. S[acrae] S[edis] Mogunt[inae] Archi Episc[opus], S[acri] R[omani] I[mperii] per German[iam] Archi Cancel[larius], Princeps Elector nec non Wormat[iensis] Episc[opus] ac Princeps, Academiae Scient[iarum] util[ium] mogunt[inae] Conditor summusqve Protector." Kräftiger, gradiger Abdruck, rückseitig blanko. -- Der Stich stammt aus dem Jahr 1756 oder 1757, da der Titel als Wormser Bischof (ab 1756) schon genannt ist und der Stecher 1757 starb. --- Zustand: Mittig quer gefaltet, oben mit Knick, Papier etwas fleckig. Johann Friedrich Karl von Ostein (* 6. Juli 1689 in Amorbach; gest. 4. Juni 1763 in Mainz) war über seinen Vater seit 1712 im Reichsgrafenstand und seit 1743 Erzbischof und Kurfürst von Mainz sowie Bischof von Worms (seit 1756). Leben: Johann Friedrich Karl entstammte dem Adelsgeschlecht Ostein und war ein Verwandter des Kurfürsten Erzbischof Lothar Franz von Schönborn und des Mainzer Großhofmeisters Anton Heinrich Friedrich von Stadion. Stadion war die treibende Kraft der Aufklärung an der Kurmainzer Residenz. Seit 1724 war Johann Friedrich Karl Propst des Frankfurter St. Bartholomäusstifts und ab 1725 Domkustos in Mainz: Am 22. April 1743 wurde er als Kompromisskandidat anstatt Joseph Franz von Kesselstatt zum neuen Erzbischof von Mainz gewählt. Sein Vetter Friedrich von Stadion erlangte unter seinem Pontifikat einen nicht geringen Einfluss auf die politischen und vor allem die kulturellen Geschäfte. Der Erzbischof konnte in der vom Dualismus zwischen Preußen und der Habsburgermonarchie geprägten Zeit kaum eine reichspolitische Rolle spielen. Allerdings gelang es ihm, die tobenden Kriege, wie z. B. den Österreichischen Erbfolgekrieg vom Erzstift fernzuhalten, darüber hinaus vermittelte er den Füssener Friedensvertrag vom 22. April 1745 zwischen Österreich und Bayern. Den daraufhin zum Kaiser gewählten Franz Stephan von Lothringen krönte er als Franz I. am 4. Oktober 1745. Dieser blieb jedoch farblos und stärkte so die Ambitionen der Preußen, die unter Friedrich dem Großen 1756 den Siebenjährigen Krieg begannen. Der Kurstaat Mainz schloss sich den Truppen gegen die Preußen an, musste jedoch nach der Besetzung Erfurts hohe Kontributionszahlungen leisten, welche die Finanzen des Kurstaates ruinierten. Ostein entschloss sich daher nach weiteren Niederlagen der Verbündeten 1757 zur Neutralität, was ihm weiteren Einfluss auf die Reichspolitik fast unmöglich machte. Wichtiger im Pontifikat Johann Friedrich Karls war der innere Reformprozess im Erzbistum, der unter seinem Nachfolger Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim noch intensiviert wurde. Initiator dieses Prozesses war nicht der Erzbischof, sondern Friedrich von Stadion, der unter Ostein als Erster Staatsminister fungierte. Es folgten Reformen in der Wirtschaft und der Verwaltung, sowie eine Wiederbelebung des Messewesens. 1755 wurde als Reform des Rechtswesens das "Kurmainzer Landrecht" erlassen, 1758 folgte die Reform des Schulwesens. Ostein berief das "Institut Beatae Mariae Virginis" nach Mainz. Diese von der Engländerin Maria Ward gegründete Ordensgemeinschaft leitete ab 1752 die schulische Unterweisung der Mädchen und ist bis zum heutigen Tag unbehelligt von Revolution und Säkularisation in der Maria Ward-Schule in Mainz tätig. Auch die Universität wurde vom Kurfürsten gefördert und umgebaut. Den Einfluss der Jesuiten, die von vielen Aufklärern abgelehnt wurden, drängte er jedoch nicht zurück. Dies kennzeichnet, dass die Aufklärung in kirchlichen Fragen unter Erzbischof Johann Friedrich Karl nicht aufleben konnte. Unter Aufklärern galt das Erzbistum daher als rückständig und reaktionär. Das Stadtbild erfuhr zur Zeit Osteins große Veränderungen. So wurde 1752 das Kurfürstliche Schloss weitgehend fertiggestellt. Außerdem wurden die Neubauten von St. Peter und der Jesuitenkirche, von 1742 bis 1746 im Auftrag durch Balthasar Neumann errichtet, sowie der Osteiner Hof und der Bassenheimer Hof am Schillerplatz. Johann Friedrich Karl von Ostein starb am 4. Juni 1763 und wurde im Mainzer Dom begraben. ----- Johann Christoph Sysang (* 20. Mai 1703 in Leipzig; gest. 12. Juli 1757 ebenda) war ein deutscher Kupferstecher. Leben: Johann Christoph Sysangs Vater war Kunstdrechsler, bei dem er zunächst dessen Handwerk erlernte. Dann aber ging er in die Lehre bei dem Leipziger Kupferstecher Martin Bernigeroth (1670-1733) und übernahm dessen Technik. 1724 begab er sich auf Wanderschaft. Die erste Station war Halle, wo er als Kupferstecher an der Universität tätig war. Über Dresden kam er nach Prag. Hier blieb er von 1730 bis 1735. In Prag schuf er vor allem Stiche von Heiligenbildern. Über Dresden kam er wieder nach Leipzig. Hier entwickelte er sich zu einem gefragten Kupferstecher. Er schuf Bildnisse von Fürstlichkeiten, Staatsmännern, Ärzten, Juristen und Theologen. Für das von Johann Heinrich Zedler herausgegebene Universallexikon steuerte er von 1741 bis 1754 Vignetten bei. Von 1751 bis 1754 war er auch für Johann Christoph Gottscheds Monatsschrift "Das Neueste aus der anmuthigen Gelehrsamkeit" tätig. Er lieferte auch die Abbildungen zu Christoph Otto von Schönaichs Heldengedicht "Hermann oder Das befreite Deutschland". Unter seinen Stichen finden sich auch Haus- und Ortsansichten. Beim ersten Aufenthalt in Dresden oder zuvor muss er wohl geheiratet haben, denn hier wurde am 7. April 1729 seine Tochter Johanna Dorothea (1729-1791) geboren, die ebenfalls Kupferstecherin war und das Metier bei ihrem Vater erlernte. ----- Jakob Samuel Beck (* 21. März 1715 in Erfurt; gest. 1778 ebenda) war ein deutscher Maler. Leben und Werk: Er wuchs als Sohn einer wohlhabenden Familie in Erfurt auf. Sein Vater Georg Konrad Beck war "Ratsverwandter" und "Polizei-Commissarius". 1734 heiratete er. Sein Wohnhaus und Atelier befand sich in der Erfurter Johannesstraße 36. Er malte Porträts u. a. von Karl Alexander von Württemberg, Leopold I. von Anhalt-Dessau, Wilhelm Ferdinand Bachoff, Gustav Adolf von Gotter und Christian Reichart. 1752 wurde er vom Herzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach zum "Hof- und Kabinettsmaler" ernannt. Für das Erfurter Augustinerkloster fertigte er mit acht weiteren Künstlern Ölgemälde für den aus 56 großformatigen Bildern bestehenden und erarbeiteten Zyklus "Totentanz" an, Beck malte zudem mehrere Werke am Hochaltar des Erfurter Doms: Das untere Altarblatt, das vermutlich ein älteres Gemälde ersetzte, zeigt die Anbetung der Heiligen Drei Könige, wobei sich die Darstellung an das gleichnamige Gemälde von Peter Paul Rubens anlehnt. Ursprünglich stammte auch das Bild der heiligen Dreifaltigkeit im Aufsatz von Beck, dieses existiert jedoch nicht mehr. Auch die"Anbetung der Hirten" an der Südwand des Chores stammt von ihm. Etwa ein Jahr vor seinem Tod hielt sich Beck in Jelgava auf. Becks Totentanzzyklus fiel am 7. März 1872 einem Großfeuer im Augustinerkloster zum Opfer. Über 14 Gemälde befinden sich heute im Erfurter Angermuseum. (Quelle jeweils: wikipedia.)
Bestellnummer: 22614 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Malerei.- Neue Sachlichkeit. - Magischer Realismus. - Schumacher, Ursula. - Franz Radziwill:
Portrait eines Mädchens mit Blumen. 1962. Original-Ölmalerei auf Papier. Format ca. 60x42,5 cm. Großformatiges Portrait eines sitzenden Mädchens mit einem kleinen Blumenstrauß in der Hand. Mit Spachtel großflächig aufgetragen, Details mit dem Pinsel ausgemalt. Unten rechts von Ursula Schumacher mit signiert und datiert. Ursula Schumacher (1925-2012) wurde von ihrem Vater, dem Bildhauer Max Schumacher unterrichtet. Sie besuchte danach die Meisterschule des Deutschen Künstlerhandwerks und nahm am Unterricht von Max Kaus und Weißmann teil. Ab 1958 arbeitete sie als freischaffende Künstlerin. 1963 lernte sie in Dangast an der Nordsee den Maler Franz Radziwill (1895-1983) kennen. Aus einer anfänglichen Freundschaft wurde später eine Liebesverbindung und Ursula Schumacher erwählte Radziwill darüber hinaus zu ihrem künstlerischen Vorbild! Schumacher's Methode Stilleben mit nüchterner Genauigkeit zu malen, entspringen ihrem Interesse an der Technik der Maler der Neuen Sachlichkeit und des Poetischen Realismus. Aus dem Nachlaß der Familie Schumacher.
Bestellnummer: 18657 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Matthäus Merian d.J.: Kupferstich 1650, Elefant mit bewaffnetem Reiter:
Kupferstich Elefant Matthäus Merian d.J. -- Großer Kupferstich, Elefant mit bewaffnetem Reiter, Tafel IX ("Elephas / Elephant"), erschienen 1650 im Werk "Theatrum universale omnium Animalium." Frankfurt, Matthäus Merian 1650. Originaler Kupferstich auf recht dünnem Papier. Format: Blatt 36,5 x 21,5 cm; Platte 29,3 x 17,5 cm. -- Zustand: Papier leicht gebräunt und etwas wellig, links oben mit kleinem Eckschaden, rechts unten mit kleinem Knick. Blatt beschnitten; rückseitig mit Montagespuren. Eine gespiegelte Variante erschien im Werk von Jan Jonston: Historiæ Naturalis De Quadrupedibus Liber I. De Quadrupedibus Solidipedibus, Caput V (De Elephanto), Amsterdam, Schipper 1667. -- Matthäus Merian der Jüngere (* 25. März 1621 in Basel; gest. 15. Februar 1687 in Frankfurt am Main) war ein Schweizer Maler, Kupferstecher und Verleger. Leben und Werk: Matthäus Merian war der älteste Sohn des Kupferstechers Matthäus Merian (1593-1650) und seiner ersten Frau Maria Magdalena geb. de Bry. Seine Halbschwester war die Naturforscherin Maria Sibylla Merian. Nach dem Tode seines Großvaters Johann Theodor de Bry übernahm der Vater dessen Verlag in Frankfurt am Main, wo Matthäus d. J. Schüler von Joachim von Sandrart wurde. Mit ihm ging er 1637 nach Amsterdam, 1639 zu Anthonis van Dyck nach London und 1641 nach Paris. 1642 kehrte Merian nach Frankfurt zurück, hielt sich aber 1643 bis 1647 zu Studienzwecken in Italien auf. 1647 nahm er als politischer Agent und Vertreter mehrerer Fürsten am Friedenskongreß in Nürnberg teil, von dessen Teilnehmern er Porträts anfertigte. Ab 1647/48 stand er auch in Diensten des Generals von Wrangel, den er mehrmals porträtierte. Nach dem Tode seines Vaters 1650 führte er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Caspar Merian den Verlag und gab weitere Bände der Topographia Germaniae und des Theatrum Europaeum heraus. Außer diesen Reihen produzierte der Verlag jedoch kaum noch Bücher. Die größten Erfolge erzielte Merian als Porträtist, so 1658 bei der Kaiserkrönung Leopolds I. in Frankfurt. Merian schuf aber auch Altarbilder, unter anderem für den Bamberger Dom und die Barfüßerkirche in Frankfurt. Merian starb am 15. Februar 1687 in Frankfurt. Sein Grab auf dem Peterskirchhof in Frankfurt ist erhalten.
Bestellnummer: 23118 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Persische / Osmanische Miniatur auf Stoff (gerahmt), um 1800: weise Männer mit Turban:
Miniatur aus Persien / Osmanisches Reich, auf Stoff handgezeichnet, rückseitig blanko, hinter Passepartout gerahmt. Zu sehen sind 16 weise Männer, meist mit Turban. Persien / Osmanisches Reich, um 1900. Originale Zeichnung auf Stoff, in Passepartout hinter Glas gerahmt (Bildausschnitt 19,3 x 14,3 cm); Format des dekorativen Rahmens 29,8 x 21,8 x 2,2 cm. -- Zustand: Exzellent. Persian illuminated miniature
Bestellnummer: 22911 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Persische / Osmanische Miniatur, Anfang 19. Jahrhundert: Vasen & Instrumente:
Miniatur aus Persien / Osmanisches Reich: Einzelblatt einer Handschrift, mit einer dreiteiligen farbenprächtigen Miniatur. Zu sehen sind vier Personen, Blumen, Vasen und Instrumente. Persien / Osmanisches Reich, Anfang 19. Jahrhundert. Doppelseitig beschriebene persische / osmanische Handschrift (29,3 x 16,7 cm). Format der Miniatur: 13,3 x 7,8 cm. -- Zustand: Dünnes Papier etwas fleckig; ein Seitenrand unregelmäßig. Persian illuminated manuscript, miniature
Bestellnummer: 22901 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage
Persische / Osmanische Miniatur, um 1800: gelehrte Männer mit Turban, diskutierend:
Miniatur aus Persien / Osmanisches Reich: Einzelblatt einer Handschrift, mit einer gezeichneten farbenprächtigen Miniatur. Zu sehen sind 12 gelehrte Männer mit Turban, miteinander diskutierend / philosophierend Persien / Osmanisches Reich, um 1800. Originale Zeichnung auf Einzelblatt einer Handschrift (22,5 x 13 cm); Bildbereich: 11,5 x 7 cm. -- Zustand: Papier gebräunt; mit mehreren kleinen Fehlstellen durch Wurmfraß. Mit Randschäden; ein kleiner Einriss rückseitig hinterlegt. Persian illuminated manuscript, miniature
Bestellnummer: 22908 - Aus Liste: Bilder Anbieter:
Antiquariat Thomas Mertens, D - 10781 Berlin - AGB / Widerrufsbelehrung / Datenschutzerklärung Info: Versand mit DHL Lieferzeit: D 2-5 Tage, EU 5 - 12 Tage