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Titelbeschreibung
Lais, Otto - 1897 Wilferdingen/Karlsruhe ? Wegberg-Merbeck 1988:
Selbstbildnis mit Sektglas. _. Radierung, 1927, auf festem, chamoisfarbenem Velin, mit Bleistift betitelt ?Selbstbildnis mit Sektglas? und signiert ?Otto Lais? sowie mit Widmung ?Meinem lieben Herrn Ebner?. Darstellungsgröße 23,2:19 cm, Blattgröße 38,4:25,7 cm. Mit Reißnagellöchlein in den unteren Ecken. - Seltener Zustandsdruck mit vollem Rand! - Literatur: Langenfeld 48, dort der vollendete Zustand sowie abweichend betitelt ?Der Mann mit dem Sektglas?. Nachdem Otto Lais die Primareife am Gymnasium in Durlach erlangt und als Soldat am 1. Weltkrieg teilgenommen hat, wird er Zeichenlehrer. Das Staatliche Schulamt hat früh seine künstlerische Begabung erkannt und stellt ihn für zwei Tage pro Woche zum Weiterstudium an der Badischen Landeskunstschule frei. 1924-1926 ist er Meisterschüler bei Walter Conz (1872-1947). Während seines Studiums wendet er sich immer mehr der Grafischen Kunst, der Radierung zu. Zu seinem Kreis gehören Wilhelm Schnarrenberger (1892-1966), Rudolf Schlichter (1890-1955), Willi Müller-Hufschmid (1890-1966) und Karl Hubbuch (1891-1979). Sein Werk endet 1933 abrupt, als ein Schulbeamter ihm bedeutet, er habe mit seinen Arbeiterbildern das Proletariat verherrlicht, und Kollegen ihm vorwerfen, seine Sachen würden sich nicht mit der Kunstauffassung des Nationalsozialismus vertragen, da er bolschewistische Kunst mache. Es folgt ein Ausstellungsverbot; der größte Teil seiner Arbeiten wird vernichtet. Als Radierer der Neuen Sachlichkeit schuf Lais ab den 1920er Jahren ein bedeutendes sozialkritisches, grafisches Werk, das dem symbolischen Realismus zugeordnet wird.
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